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Ausbildung
im Ein- und Zweispänner-Fahren
Meine 20-jährige Erfahrung als professioneller
Ausbilder hat mich erkennen lassen, dass die übliche
Anfänger-Ausbildung am Zweispänner den Schüler
sowohl geistig als auch körperlich stark belastet.
Wir bilden deshalb den Anfänger in der Regel
zuerst am Einspänner aus.
Hier ist der Einstieg viel leichter:
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Der Schüler braucht sich
nur auf ein Pferd zu konzentrieren.
- Geistige Entlastung des Schülers -
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Die linke Hand ist nur halb so
stark belastet.
- Körperliche Entlastung des Schülers
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Das in Stellung Fahren ist –
durch das Fehlen der Kreuzleinen – mit den
Einspännerleinen und Ihrer direkten Wirkung
auf das Pferdemaul leichter zu erfühlen.
- Größere Effizienz des Unterrichts -
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Die Wirkung der Hilfen beeinträchtigt
nicht auch das 2. Pferd.
- Größere Schonung der Pferde –
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Die Ausbildung mit dem Einspänner
ist auch preisgünstiger, da nur 1 Pferd zu
Buche schlägt.
- Finanziell günstigere Ausbildung -
Bronzenes
Fahrabzeichen
Erst wenn der Schüler mit dem Einspänner
sicher fahren kann, lernt er noch das für den
Zweispänner typische Wissen, die Griffe und die
entsprechenden Fertigkeiten hinzu.
Durch diese modifizierte Art der Ausbildung kommt
der Schüler schneller an sein fahrerisches ziel,
das „Bronzene Fahrabzeichen“.
Der Schüler lernt nicht nur entspannter und schneller,
sondern er beherrscht auch noch das Einspännerfahren,
das – bei der üblichen Ausbildung - erst
nach der Fahrabzeichen-Prüfung in weiteren Fahrstunden
erlernt werden muß.
Wünscht aber der Schüler die klassische
Art der Ausbildung – von Beginn an am Zweispänner,
so ist auch das möglich.
Unsere Ausbildung geschieht nach dem klassischen Regelwerk
von Achenbachs, das auch die Grundlage für die
Fahrabzeichenprüfung darstellt.
Infolge des intensiven Fahrens mit dem Einspänner
und der dadurch erworbenen fahrerischen Sicherheit,
kann der Besitzer des Fahrabzeichens im Einspänner
mit unseren Pferden alleine über Land fahren.
Auch eine Begleitung, durch einen Sicherheits-Groom,
ist möglich.
Turnierreife
Fortgeschrittene Fahrer lehren wir auch die
„Original ungarische Fahrweise“ und das
„Zweihand-System“, die sich deutlich von
der Achenbach-Fahrweise unterscheidet.
Wenn Sie in Zukunft selbst an Fahrturnieren teilnehmen
möchten, so trainieren wir Sie sowohl mit unseren
Pferden, als auch mit Ihren eigenen Pferden bis zur
Turnierreife.
Ausbildung
im Tandem- und Vierspänner-Fahren
Ähnlich wie bei der Ausbildung mit dem
Ziel „Bronzenes Fahrabzeichen“ haben wir
auch unseren Unterricht mit dem Ziel „Silbernes
Fahrabzeichen“ modifiziert.
Hier gelten zwar andere Prioritäten, aber das
größte Problem ist, 4 Pferde mit der linken
Hand am Gebiß zu halten.
Nicht nur die meisten Frauen, auch viele – nicht
athletisch gestählte – Männer scheitern
schon in den ersten Fahrstunden, weil sie die Kraft
von 4 Pferden mit der linken Hand nicht kontrollieren
können.
Wir können aber auch, mit der Leinenführung
des Vierspänners nur mit zwei Pferde fahren und
zwar in der Tandem-Anspannung.
Deshalb beginnen wir die Ausbildung mit der Tandem-Anspannung,
die auch keine grössere Armkraft verlangt als
der Zweispänner. Es wird zwar immer erzählt,
das Tandem-Gespann sei viel schwieriger zu fahren
als der Vierspänner. Das ist auch weitgehend
richtig, aber eben nicht ganz.
Das Tandem-Gespann ist allerdings nicht so richtungsstabil
wie der Viererzug. Das Tandem erfordert deshalb eine
viel bessere und schnellere Technik der Leinenführung.
Im Unterricht können und müssen wir uns
fas ausschliesslich mit den Grifftechniken beschäftigen
und entsprechende Reflexe ausbilden. Schnelligkeit
und Geschicklichkeit sind entscheidend und nicht die
Kraft des linken Armes.
Wenn Sie das Tandem-Gespann soweit beherrschen, dass
Sie – auch ohne die Hilfe des Fahrlehrers –
aus den entstehenden Problemen herausfinden, dann
ist die Zeit gekommen, um auf den Viererzug umzuwechseln.
Da Sie jetzt die Schnelligkeit besitzen und die Grifftechniken
beherrschen läuft der Vierspänner fast wie
das Tandem.
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Das Schaukeln der Pferde tritt
nicht mehr auf, da sie sich gegenseitig stützen.
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Die Probleme mit der linken
Hand sind minimiert, da Sie sicher und schnell,
mit der rechten Hand, wieder Ruhe in den Vierspänner
bringen können.
Wer sich stark genug fühlt, kann natürlich
auch mit 4 Pferden beginnen. Unsere turniererfahrenen
Pferde stehen schnell am Gebiss, da für sie das
Gehen in Viereranspannung nichts Neues und Aufregendes
ist.
Fahrsystem
nach B. von Achenbach im Vergleich zu Zweihand-Systemen
Da das Achenbach-System nicht für den Sport
gedacht war, sondern für das Fahren auf der Straße
und für das Überlandfahren, ist es jetzt
für den Hochleistungssport zu langsam.
Viele Jahre wurde das Zweihand-System nur für
das Marathon-Fahren und das Kegel-Fahren gebraucht.
1996 hat der Weltmeister, Felix Brasseur, bewiesen,
dass man auch mit dem Zweihand-System die Dressur-Prüfung
fahren und gewinnen kann.
Vorteile des Zweihand-Systems für die Dressur:
Man kann alle 4 äußeren Pferdemäuler,
unabhängig voneinander, beeinflussen. Dadurch
werden alle 4 Pferde besser und vor allem schneller
in Biegung und Stellung gefahren.
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